„Platsch“, machte es. „Plitsch, Platsch“. Irgendetwas ist wohl ins Wasser gefallen, dachte sich Pino und öffnete langsam seine Augen. Nanu! Da war zwar eine Höhlendecke über ihm, aber es war nicht seine Höhlendecke. Nanu, dachte Pino noch einmal als ihm beim Aufstehen ein wenig schwindelig wurde. Als Nächstes wunderte es sich über die Beule auf seiner Stirn. „Was ist denn nur passiert?“, fragte Pino jetzt laut. Durch den Hall der Höhle klang die Frage viel größer als Pino. Es wusste auch nicht so genau, an wen es die Frage eigentlich gestellt hatte. Trotzdem war die Antwort schnell gefunden: neben Pino lag ein großer Felsbrocken. Der muss mir wohl auf den Kopf gefallen sein, dachte es.

Inzwischen hatte sich Pino umgesehen und auch erkannt, welche Höhle das war: der Flitzetunnel zum großen Wasserfall am Berghang. Wollte es etwa baden gehen? Eigentlich ungewöhnlich, Pino mochte Wasser nicht so besonders. Dafür wurde Pino von seinen Freunden oft ausgelacht. Schließlich kam Wasser sogar in ihrem Namen vor: die grünen Wasserdrachen. Jetzt erinnerte sich Pino auch wieder daran, warum es hier war. Heute war die Schule früher zu Ende, weil der Lehrer noch einen Termin hatte. Darum wollten Pinos Freunde einen Plantschtag machen. Sie flitzten durch den Flitzetunnel, wobei Pino vielleicht ein wenig langsamer flitzte. Irgendwann wurde aus dem Flitzen eher ein Spaziergang und seine Freunde verschwanden hinter der nächsten Kurve. Na ja, dachte es und trottete hinterher. Eilig hatte es Pino ja nicht zum Wasserfall zu kommen. Stattdessen gab es hier noch einige glitzernde Kristalle in der Höhlenwand zu bewundern. Dabei musste sich wohl irgendwann ein Stück aus der Decke gelöst haben, das ihm dann auf den Kopf geplumpst war.

Pino guckte sich den Klumpen auf dem Boden noch einmal an. Moment mal – glitzerte da nicht irgendetwas? Es hob ihn auf und tatsächlich: In der Mitte guckte ein Stück von einem roten Kristall heraus. Ungewöhnlich, denn sonst gab es im Flitzetunnel eigentlich nur blaue Kristalle. Stolz über seinen Fund machte sich Pino jetzt doch auf den Weg hinter seinen Freunden her. Sie wären bestimmt alle mächtig beeindruckt! Die Beule auf seiner Stirn hatte Pino schon fast vergessen.

Noch bevor Pino die Höhle verließ, hörte es lautes Geschrei vom Wasserfall her. Als es ins Freie trat, sah es eine Gruppe von roten Walddrachen, die sich mit Pinos Freunden eine Wasserschlacht lieferten. Also Wasser, nasse Füße und so weiter – das war eine Sache. Aber spritzendes Wasser? Igitt! Pino machte lieber einen großen Bogen um den Wasserfall. Seine Entdeckung konnte es seinen Freunden auch noch später zeigen.

Am Ufer vom Wasserfall gab es einen großen Felsen. Auf dem hatte Pino schon öfter an Plantschtagen gesessen und zugeguckt. Aber sein Platz war schon besetzt! Dort saß jetzt einer der roten Walddrachen und ließ die Beine baumeln. Pino ging hin und fragte: „Magst du etwa auch kein Wasser?“ „Nee, nicht so gern.“ „Na sowas, ich auch nicht. Darf ich mich zu dir setzen?“ Der Walddrache rutschte ein Stück zur Seite. „Ich bin übrigens Pino.“ „Kio“, antwortete Pinos neuer Freund.

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