Pinos Erster Freund

„Mama, ich will nicht zur Schule!“ Pino hat es wirklich schwer in der Schule. Im Fach Schreckkunde ist er der schlechteste, da er seine Klassenkameraden nicht erschrecken kann. Und auch weil er so klein und orange wie kein anderer ist wird er oft ausgelacht. Darum hat er auch keine Freunde.

„Aber warum nicht, Spatzi? Die anderen sind doch ganz nett. Außerdem müssen Papa und ich heute arbeiten. Somit musst du zur Schule.“ Seine Mama will leider nicht verstehen, wie gemein die anderen zu Pino sind.

„In Ordnung, Mama.“ Da ging kein Weg herum. Laut Gesetz dürfen Monster erst ab 16 alleine bleiben. Pino ist erst 13. An der Schule verabschiedet sich Pinos Mama von ihm: „Also hab Spaß, Spatzi. Bemühe dich in Schreckkunde. Hab dich lieb!“ bevor Pino etwas antworten kann, fährt seine Mama schon mit der Düsenschnecke weg. Seufzend dreht er sich um und läuft in die Schule. Das wird ein langer Tag.

Die ersten zwei Doppelstunden waren Mathe und Alt-Monster. Ziemlich einfache Fächer aber dann Schreckkunde. Und wie immer wurde er von seiner ganzen Klasse ausgelacht da er niemanden erschrecken konnte.

Dann war Schule aus. Ursprünglich sollte er direkt nach Hause gehen, aber nach so einem schweren Tag braucht er Entspannung. Also geht er da hin, wo er die meiste Entspannung findet. Den Wald.

Am anderen Ende des Waldes ist ein hohler Baum in dem er gerne sitzt. Monster trauen sich da nie hin, weil es an der Grenze zu den Menschen liegt, aber Pino ist das egal. Als er am Baum ankommt, ist da schon jemand. Er sieht niemanden, aber er hört schluchzen. Langsam und vorsichtig nährt er sich dem Baum. Er kann ja nicht wissen was im Baum weint. Es könnte jedes Monster sein oder schlimmer, ein Mensch. Monstern ist es verboten sich Menschen zu nähren, da sie gefährlich sind. Vorsichtig späht Pino durch das Loch im Baum. Schnell versteckt er sich wieder. Im Baum sitzt ein kleines Menschlein.

Das Menschlein sieht dennoch Pinos orangenes Kopffell. „H-Hallo? I-ist da jemand?“ das Menschlein fragt so ängstlich, Pino will ihm keine Angst machen.

„Hallo, Menschlein. Warum weinst du?“ Das Menschlein hat bestimmt einen schlechten Tag um so traurig zu sein. Es zögert, doch spricht dann. „Wir müssen in der Schule einen Aufsatz über unsere Freunde oder Eltern schreiben. Meine Eltern sind gestorben und ein Kind hat gesagt, dass ich nicht mitmachen kann, weil ich weder Freunde noch Eltern habe.“ Am Ende muss es wieder weinen. Armes Menschlein. „Das ist doof. Ich habe auch keine Freunde… Hey, ich könnte doch dein Freund sein!

„Wirklich? Das wäre so cool von dir, neuer Freund. Ich bin Sam. Ähm…wer bist du eigentlich?“

Pino trat schüchtern in den Baum. „Ich bin Pino.“ Sam ist erst erschrocken wegen dem vielen orangen Fell und den kleinen aber erkennbaren Zähnen. Aber grinst schnell wieder, als er sieht wie klein sein erster Freund ist. „Du bist so klein, Pino. So, erzähl mir von dir. Wie alt bist du? Hast du Geschwister? Wann hast du Geburtstag?…“ ‚Das ist der Beginn einer tollen Freundschaft’ denkt Pino als er Sams Fragen beantwortet.

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